„Das Eichsfeld hat kein Problem mit Nazis? Wir schon!“

„Das Eichsfeld hat kein Problem mit Nazis? Wir schon!“ Unter diesem Motto rufen die Genoss*innen von Association Progrès zu einer antifaschistischen Demonstration in Heilbad Heiligenstadt auf. Wir werden eine Anreise ab Eschwege organisieren. Weitere Infos im Laufe der Woche.

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13.12.15 – 16:30, Heilbad Heiligenstadt – Save the date!

 

Störungsmelder: KAGIDA-Organisator in Eschwege

Am 10.11.2015 veranstaltete das Regierungspräsidium Nord/Ost-Hessen und der Werra-Meißner-Kreis in der Eschweger Stadthalle eine Informationsveranstaltung zu den zwei neu errichteten Notunterkünften für Geflüchtete im Julphar- sowie dem Friedolagebäude in Eschwege. Lange Zeit war es eine äußerst angenehme, faire und sachliche Veranstaltung. Bürger*innen durften Fragen an das Podium stellen (Bürgermeister, Landrat, Regierungspräsident, lokale Polizei, DRK) und bekamen recht umfangreiche Antworten. Bis zu 1000 Geflüchtete werden in den beiden Notunterkünften erwartet und vor allem die ehrenamtlichen Helfer*innen müssen viel leisten. Wir legen euch hier die Facebook-Gruppe „Eschwege hilft“ ans Herz, dort wird die Hilfe und die Spendensammlung koordiniert und geplant. Der große Aufreger des Abends war jedoch der Besuch und Auftritt von KAGIDA-Chef Michael Viehmann. Dieser kam erst kurz nach Beginn der Veranstaltung in die Eschweger Stadthalle, samt einer kleinen KAGIDA-Delegation. Gut gekleidet, er trug ein „Wir sind das Pack“-Shirt, durfte er kurz seine rassistischen Ansätze auch in das Mikrophon propagieren. Kurz nach Beginn seiner fremdenfeindlichen Ausführungen wurde er jedoch von etlichen, lautstarken Bürger*innen in seiner Rede unterbrochen. Enttäuscht davon, dass die Eschweger*innen keine Lust auf seinen widerlichen Rassismus hatten, zogen er und seine Reisegruppe wieder davon und verließen die Stadthalle und hoffentlich auch Eschwege.

REFUGEES WELCOME – NAZIS NOT!

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Talking is over! Auf nach Heilbad Heiligenstadt!

Die nächsten Wochen führen uns in den thüringischen Nachbarkreis.

Am Samstag, den 19.09.15, wollen die Nazis von der NPD an gleich zwei Orten in Heiligenstadt ihre rassistische Stimmungsmache gegen Geflüchtete verbreiten. Dies werden wir zu verhindern wissen!

Eine Woche später, am Freitag den 25.09.15, soll dann mit einer kraftvollen antifaschistischen Demonstration ein Zeichen gegen Nazis und für die Solidarität mit Geflüchteten gesetzt werden.

Organisiert werden diese Tage von dem Bündnis  Talking is over. Auch wir unterstützen den Aufruf und werden für diesen Samstag und nächsten Freitag nach Heiligenstadt mobilisieren.

Alle weiteren Infos findet ihr auch auf Facebook.

Kommt mit und lasst uns ein klares Zeichen gegen die untragbaren Zustände in diesem Land setzen. Antifa bleibt Handarbeit!

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Pressemitteilung zu den rassistischen Vorkommnissen der letzten Monate

Während wir weiterhin voller Entsetzen auf die Geschehnisse im sächsischen Heidenau blicken, ereignete sich auch in der Region der traurige Höhepunkt von rassistischen Vorkommnissen der letzten Monate.

Auf dem Erntefest in Witzenhausen griffen Neonazis in der Nacht von Samstag auf Sonntag Geflüchtete aus einer lokalen Unterkunft an. Ebenso wurde der Sozialbetreuer der Flüchtlinge zum Angriffsziel der Rechten. Drei Neonazis traten an den Tisch der Gruppe und versuchten diese mit dem Ausruf „White Power“ zu provozieren. Doch selbst nachdem die Gruppe das Festzelt verlassen hatte, folgten die Neonazis den Geflüchteten und ihrem Betreuer. Während der Betreuer vergeblich nach Hilfe suchte, schlug ihn einer der Angreifer ins Gesicht und bedachte ihn mit dem Titel „Volksverräter“. Zeitgleich griff man auch einen Flüchtling an, der sich zu dieser Zeit vor dem Festzelt befand.

Dieser Angriff fand nicht in irgendeiner dunklen Ecke des Festplatzes statt, sondern im „Herzen“ des Geschehens – Dort, wo sich zu dieser Zeit hunderte Besucher*innen aufhielten. Es ist erschreckend, dass es die Faschisten trotzdem wagten, ihre menschenverachtenden Parolen in dieser Umgebung von sich zu geben und auch vor aktiver Gewalt gegen Menschen nicht zurückschreckten. Wir möchten deshalb auch explizit unsere Kritik an der Passivität der Besucher*innen und des Security-Personals zum Ausdruck bringen. Bei diesem Vorfall handelte es sich zu keinem Zeitpunkt um eine Kirmesschlägerei, sondern schlichtweg um eine rassistische Attacke. Wer dabei wegschaut oder Hilfe verweigert, bietet den Rassisten, willentlich oder nicht, Unterstützung.

Leider handelt es sich hierbei nicht um die erste Attacke auf Geflüchtete im Werra-Meißner-Kreis. Auf dem Johannisfest in Eschwege kam es letzten Monat zu einem ähnlichen Vorfall, als ein eritreeischer Flüchtling in der Nacht zu Montag tätlich angegriffen wurde. Auch hier fiel insbesondere der Sicherheitsdienstleister nur durch Passivität auf.

Diese drastischen, dumpfen Formen des Rassismus finden ihre Vorboten in den kleinen Zeichen der Xenophobie in der Region. Asylbewerbern wird der Eintritt in lokalen Discotheken mit fadenscheinigen Ausreden verweigert. Aufkleber mit rechten Motiven oder solche von rechtsextremen Gruppierungen tauchen immer wieder im Straßenbild von Städten wie Eschwege oder Witzenhausen auf. Letztes Jahr verteilte die neonazistische Partei „Der III. Weg“ in zwei Nächten Flugblätter mit Hetze gegen Asylbewerber*innen in Eschwege. Und nicht zuletzt kommt der Alltagsrassismus vieler Menschen in den Kommentarspalten lokaler Medien zum Vorschein, wenn sich die Zeitungen etwa mit Themenkomplexen wie Asylpolitik befassen. Ein Zustand, welcher die Lokalzeitung „Werra Rundschau“ erst kürzlich dazu veranlasste, keine Artikel aus diesem Themenbereich mehr auf Facebook zu posten.

Solchen Tendenzen muss sich endlich entschlossen entgegengestellt werden. Flüchtlinge willkommen zu heißen, bedeutet auch, den Rassist*innen, „besorgten Bürger*innen“ und Neonazis ihre Komfortzonen wegzunehmen. Auf dem Sportplatz, am Stammtisch, in der Fußgängerzone oder eben im Internet. Wenn die große Masse schweigt, bietet sie den Rechten weiterhin eine Plattform für die Auslebung ihres Hasses. In Zeiten, in denen in diesem Land fast jede Woche Wohnraum für Geflüchtete brennt, sollte diese Gefahr eigentlich offensichtlich sein.

Wir werden jedenfalls nicht dabei zusehen, wie es sich Rechte hier immer weiter gemütlich machen.

Say it loud, say it clear – Refugees are welcome here!

Fight Fascists! – Fight Racists!

Antifaschistische Initiative Werra-Meißner – Antifa BSA

Störungsmelder: Nazi Strukturen führen nach Witzenhausen

Nachdem die Autonome Antifa Freiburg in der letzten Woche ein geplantes Waffengeschäft unter Neonazis der Vereinigung „Combat 18“ in Kassel aufgedeckt hatte (https://linksunten.indymedia.org/de/node/149533), wurde jetzt mehr über den beteiligten Kassler Neonazi Michel F. und dessen Umfeld bekannt. Die Verbindungen die er pflegt führen auch in das nordhessische Witzenhausen zum dort wohnhaften Neonazi Lukas L. Nach Recherchen auf der Plattform indymedia.org kommt Lukas L. aus dem Umfeld der Kasseler Vereinigung „Sturm 18“ und pflegte außerdem engen Kontakt zu der rechtsextremen Gruppierung „Oldschool Society“, die im Mai diesen Jahres für Aufsehen sorgte, als bekannt wurde, dass Mitglieder gezielt Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte planten. Auf einem Gruppenbild der „OSS“ posiert Lukas L. aus Witzenhausen mit anderen mutmaßlichen Unterstützern.

-> Mehr dazu hier: https://linksunten.indymedia.org/de/node/150035

-> Lukas L.’s Verbindungen zur Oldschool Society: http://recherche-nord.com/gallery/2015.05.06.html

Auch ist er Mitglied im Witzenhäuser Motorrad Club „MC Rolling Danger“. Nicht nur er, sondern auch viele weitere Mitglieder, machen auch auf Facebook keinen Hehl daraus, dass sie eine rechte Gesinnung haben. 
Ein Bild, welches öffentlich auf der Website des Motorradclubs zu finden ist, zeigt, dass im Witzenhäuser Clubhaus die unter Neonazis beliebte Reichskriegsflagge aufgehängt ist.

Diese Enthüllungen zeigen, dass das nordhessische „Hinterland“ leider gar nicht so ruhig und vor allem nicht frei von neonazistischen Strukturen ist, wie es oft scheint. langeef2d8aa7e2c2

( Bild 1: Lukas L. auf dem Gruppenbild der Oldschool Society ; Bild 2: Foto aus dem Clubhaus von „MC Rolling Danger“)

Alle Jahre wieder – Entschlossen nach Bad Nenndorf!

Wie seit nunmehr mehreren Jahren wollen Nazis Anfang August im niedersächsischen Ort Bad Nenndorf (bei Hannover) aufmarschieren und deutsche Täter*innen als Opfer alliierter Gewalt inszenieren! Während der alljährliche Gedenkmarsch anfangs an Popularität in der deutschen Neo-Nazi Szene gewann, zeigten die letzten Jahre eine negative Trendkurve. Das liegt vor allem an dem entschlossenen Protest, der sich Jahr für Jahr den Faschist*innen entgegenstellt und diesen Aufmarsch von Rechten aus dem ganzen Bundesgebiet verhindert!

Auch wir unterstützen den Aufruf der Initiative „Kein Naziaufmarsch in Bad Nenndorf“ und rufen dazu auf, am 01.08 massenhaft nach Bad Nenndorf zu kommen.

(Wir reisen zusammen ab Eschwege über Göttingen an. Weitere Infos folgen.)

Lasst uns den Aufmarsch verhindern! ♥ to block

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Wider dem rassistischen Normalzustand!

Mit unglaublicher Wut und Fassungslosigkeit blicken wir auf das, was in den letzten Wochen in diesem Land passiert. Jeden Tag neue Nachrichten über Angriffe auf Geflüchtete und ihren Wohnraum. Lübeck, Meißen, Bamberg oder Berlin. In Schleswig-Holstein und Sachsen brennt geplanter Wohnraum für Asylsuchende, in Berlin und Bayern schmieren Neo-Nazis ihre Hetze an Gebäude. Allein 2014 gab es 35 registrierte Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland. Dieser traurige Wert wird in diesem Jahr wohl noch übertroffen werden.

Doch gehen diese Meldungen fast unter in dem Fokus, der seit gut einer Woche auf der sächsischen Kleinstadt Freital liegt. Seit im Februar klar wurde, dass im Ort das sog. „Hotel Leonardo“ als Unterkunft für Geflüchtete dienen soll, mobilisiert die selbsternannte Bürgerwehr „Freital wehrt sich!“ gegen die Unterkunft. Was das schon in den vorigen Monaten für die ersten Geflüchteten in Freital bedeutete, hat die Jungle World zusammengefasst. Nun scheint sich der kollektive Hass gegen Geflüchtete endgültig in seiner ganzen Fülle zu entladen. Ein strunzdeutscher, besoffener, rassistischer Mob grölt Flüchtlingen, die gerade am Hotel angekommen sind, „Wer Freital nicht liebt, soll Freital verlassen“ entgegen. Ansonsten sind es die altbekannten Parolen, die sich die Nazis für ihren Aufmarsch ausgesucht haben. Man schreit an gegen „kriminelle Asylbewerber“, die „Lügenpresse“ und die „Besatzer Deutschlands“- Bewährte Parolen, die schon Tausende in Dresden Woche für Woche in den Nachthimmel schrien.

Und doch haben die „Proteste“ in Freital eine andere Qualität. Allein gemessen an der Aggressivität, mit der die aufrechten Deutschen vorgehen, wird das klar. Sie entlarven eindrucksvoll, was hinter den vermeintlich asylkritischen Einstellungen der „besorgten Anwohner*innen“ Freitals steckt. Dumpfer Rassismus, Intoleranz, Hass auf alles Unbekannte und Deutschtümelei in ihrer einfachsten und damit konsequenterweise auch offensichtlichsten Form. Parallelen zu dem, was ´92 in Rostock-Lichtenhagen geschah, liegen leider näher, als jemals zuvor in den letzten Jahren.

Dafür dass es nicht soweit kommt (immerhin versuchten Nazis schon mehrmals das Hotel anzugreifen), sorgen zum Glück nicht nur Polizeibeamte, sondern auch viele Menschen, die sich solidarisch mit den Geflüchteten zeigen. So spielte auch die Antilopen Gang ein Solidaritätskonzert vor dem Hotel. Nur eine von vielen Aktionen, mit denen die Menschen versuchen, den Geflüchteten ein anderes Freital zu bieten. Unser großer Dank und Respekt geht deshalb an all diejenigen, die sich dem Rassist*innenmob Tag für Tag in den Weg stellen und die Refugees so vor dieser Horde beschützen!

Zum Schluss bleibt uns nur, noch einmal auf das Gegröle der Nazis zurückzukommen.

„Wer Freital nicht liebt, soll Freital verlassen!“

Wir könnten es den Refugees nicht übel nehmen, wenn  sie dieses Drecksnest nicht lieben lernen.

Freital, halt’s Maul!

Deutschland, halt dein Maul!

– Antifa BSA

 

Gegen den AfD Parteitag in Kassel!

Am Wochenende vom 13. bis 14. Juni hält die Alternative für Deutschland ihren Bundesparteitag im Kongress Palais in Kassel ab. Im Moment scheint sich die AfD ja selbst zu zerlegen – Dabei wollen wir gerne behilflich sein!

Wir unterstützen deshalb ausdrücklich den Aufruf der Genoss*innen von T.A.S.K und rufen dazu auf, sich bei den Protesten gegen diesen unheilvollen Haufen zu beteiligen.

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Für diesen Samstag werden wir eine gemeinsame Anreise ab Eschwege organisieren. Schreibt uns einfach kurz eine E-Mail.

Checkt die Website von T.A.S.K regelmäßig, um auf dem neusten Stand zu bleiben.

Alle nach Kassel! Bis dahin: Stay antifascist!

Afa BSA.

Störungsmelder: Neue Nazi-Sticker in Eschwege

Rund um den Bereich Schulberg-Tränenbrücke-Marktplatz sind neue Nazi-Sticker aufgetaucht. Diesmal kommen diese aber nicht von „Der Dritte Weg“ oder dem „Freien Netz Hessen“, sondern aus dem Onlineshop des rechtsextremen Senders „FSN.TV“. Kopf dieses Senders ist der bayrische NPD-Funktionär Patrick Schröder (für mehr Infos über Schröder und FSN.TV lohnt ein Besuch dieses Artikels).

Unser Aufruf: Sticker nehmen und diesen Rotz so schnell wie möglich verschwinden lassen!

Es gibt kein ruhiges Hinterland!IMG_20150429_085255 11390083_420874008092429_3530933285130681717_n11180614_1454731481515541_7949379192420390594_n11692595_1454618958193460_124151151570717094_nIMG_20150429_085335

Naziaufmarsch in Gotha verhindern!

Am Samstag den 18.04.2015 wollen Nazis und Rassist*innen rund um die Kameradschaft „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“ eine Demonstration unter dem Titel „Überfremdung stoppen – Deutsche Politik für deutsche Interessen“ abhalten. Als Redner haben sich schon Funktionäre der Nazi-Parteien „Die Rechte“ und „Der dritte Weg“ angekündigt. Dies gilt es unbedingt zu verhindern. Deshalb ruft die Initiative Welcome to Gotha zu Protesten gegen dieses ekelhafte Schauspiel auf.

Nicht erst seit den Geschehnissen rund um den Ort Tröglitz in Sachsen-Anhalt ist klar, dass Nazis nicht nur gezielt Stimmung gegen Flüchtlinge machen, sondern auch die Unterkünfte von Geflüchteten und Refugees selbst angreifen. Nach Angaben der Stiftung „Pro Asyl“ gibt es in Deutschland pro Woche drei Angriffe auf Flüchtlinge und deren Wohnraum. Diese unhaltbaren Zustände scheinen gerade im Osten des Landes gerade zu traurigen Routine zu werden. Hiergegen muss ein deutliches Zeichen gesetzt werden!

Wir organisieren eine Anreise ab Eschwege. Für mehr Informationen kontaktiere uns per Mail.

18.04 – Naziaufmarsch zum Desaster machen!

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Haltet Euch über die Homepage http://welcometogotha.blogsport.de/ auf dem Laufenden. Wir sehen uns am 18.04!